Der Lotuseffekt ist kein biologisches, sondern ein physikalisch-chemisches Phänomen und lässt sich mit physikalisch-chemischen Größen beschreiben

Mit und ohne Lotuseffekt
Lotuseffekt

Entscheidend ist vor allem der Kontaktwinkel zu Wasser

Das ist der Winkel zwischen der Oberfläche des Untergrundes und der Oberfläche des Wassertropfens, der auf der Oberfläche liegt. Er ist ein Maß für die Benetzbarkeit der Oberfläche mit Wasser. Dieser Winkel kann durch das Auftragen von Nano-Versiegelungen auf die Oberfläche verändert werden.

 

Genau darin liegt das Geheimnis von nanotol.

 

 

Durch den Lotuseffekt werden Oberflächen hydrophob

Das bedeutet Wasser abweisend. Der Lotuseffekt erzeugt schwer benetzbare Oberflächen, die sich durch große Kontaktwinkel auszeichnen. Im Nanobereich strukturierte Materialien erreichen Kontaktwinkel von bis zu 170 Grad.

 

Bei einer Oberfläche mit Lotuseffekt beträgt die tatsächliche Kontaktfläche nur zwei bis drei Prozent, der vom Wassertropfen bedeckten Fläche. Der Tropfen liegt wie auf einem Nagelbrett aus Wachsstiften und berührt nur deren Spitzen. Dadurch werden die Anziehungskräfte zwischen dem Wasser und dem Untergrund verringert, die Wassertropfen nehmen eine kugelförmige Gestalt an.

 

Lotuseffekt
Großer Kontaktwinkel
Wasser perlt ab und nimmt den Schmutz mit

Vorteil durch den Lotuseffekt:

  • Wasser perlt ab, die Oberfläche bleibt trocken.
  • Wasser nimmt beim Abperlen locker aufliegenden Schmutz mit
  • Schützt Holz und Textilien vor Nässe und eindringendem Schmutz z.B. Rotwein auf der Tischdecke
  • Schützt Steine vor Vermoosung,da Oberflächen schneller abtrocknen
  • etc.

Nachteil durch den Lotuseffekt:

  • Die Oberfläche wird nicht mehr nass und kann bei festsitzender Verschmutzung (die nach gewisser Zeit entsteht) deshalb nur schlecht mit Wasser gereinigt werden. Das gilt insbesondere auch für glatte Oberflächen.
  • Wasser schmiert auf glatten Oberflächen, schlechte Durchsicht bei Glas  z.B. Windschutzscheibe.

Oberflächen die eine derart geringe Benetzbarkeit aufweisen, können auch nicht nass werden. Auch nicht zum Reinigen. Festsitzender Schmutz muss aber mit Wasser gelöst werden. Der Lotuseffekt sieht zwar in vielen Werbefilmen gut aus - hat aber praktisch keinen Vorteil für die Reinigung.

 

Wenn man eine Oberfläche mit Wasser reinigen möchte, muss sie auch mit Wasser benetzbar sein. Eine vollständig Wasser abweisende Fläche ist deshalb auch nicht mehr mit Wasser zu reinigen.  Die Oberfläche fängt an zu schmieren, sobald Wasser darauf kommt. Dieses Phänomen kann man bei vielen Nanoprodukten beobachten, in den Werbefilmen wird dieser Effekt natürlich nicht gezeigt.

 

Der ideale Kontaktwinkel

Der ideale Kontaktwinkel muss zwangsläufig zwischen dem normalen und dem hydrophobem Kontaktwinkel durch Lotuseffekt liegen, um den lockeren Schmutz beim Ablaufen mitzunehmen, den festsitzenden aber mit Wasser ablösen zu können. Genau dafür wurde nanotol entwickelt.

 

 

 

Das Geheimnis von nanotol

Bei der Entwicklung von nanotol

wurde großen Wert darauf gelegt, den Kontaktwinkel genau so groß werden zu lassen, dass zwar Wasser abläuft, die Oberfläche zum Reinigen aber benetzt werden kann.  nanotol wirkt dabei nicht nur Wasser, sondern auch Fett, Schmutz und Öl abweisend. Eine Weiterentwicklung des Lotuseffekt. weiter

 

Auf einer nanotolierten Oberfläche

zieht sich das Wasser zusammen, rutscht bei Gefälle ab und nimmt den Schmutz mit.

Kugelförmige Tropfen bilden sich durch nanotol nicht.

Gleichzeitig wird die Oberfläche derart geglättet, dass sich Schmutz, Kalk oder Fette nicht festkrallen können und leicht mit klarem Wasser entfernt werden können. Das schützt die Oberfläche und sorgt für langfristigen Werterhalt. 

 

nanotol ist anders als andere Nanoversiegelungen

 
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